Programm August - Oktober 2019

 

 

 

Das Angebot der NAJU Flensburg richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 9 – 14 Jahren.

 

Die NAJU Flensburg ist Teil des NABU Flensburg. Sie trifft sich regelmäßig donnerstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr an verschiedenen Orten. Um die jeweiligen Zielorte zu erreichen, werden Fahrgemeinschaften verabredet. Es bedarf keiner Mitgliedschaft, um an der Gruppe teilzunehmen. Bei fortlaufendem Interesse ist diese allerdings erwünscht.

 

Mit der regelmäßigen Teilnahme an den Treffen sollen Erlebnisse, Erfahrungen und Kenntnisse gewonnen werden. Diese sollen zu einem achtsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur, unserem  Lebensraum, führen.

 

Gelegentliche Aktionen am Wochenende sind jeweils offen für die ganze Familie. Einmal jährlich sind Unternehmungen mit Übernachtung geplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommerferien: 01.07. – 09.08. 2019

 

 

 

Donnerstag, 15.08.2019, 16 – 18 Uhr 

 

NABU-Bachwiese: Lange nicht auf unserer Bachwiese gewesen. Was hat sich verändert? Waren unsere Pflanzaktionen erfolgreich? Ist die ausgebrachte Saat aufgegangen? Sind die verpflanzen Büsche und Bäume angegangen? Wie sieht es im Schuppen aus? Wer findet auf dem Gelände selbstständig eine Arbeit? Libellenteich und Lachsbach mit dem Kescher erkunden. Unser Kunstwerk voran bringen. Also: Es gibt viel zu tun! Außerdem geht es um Artenbestimmung – Pflanzen und Wassertiere. Mitbringen: Naturtagebuch, Stifte, Kescher, Gummistiefel.

 

 

 

Donnerstag, 22.08.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                                                                             

  Vom  Ostseebad nach Wassersleben: Vorbei an zahlreichen Quellen – warum eigentlich hier? Riesenschachtelhalm, Mittelsäger, Zwergtaucher, Silbermöwe, Lachmöwe, Sturmmöwe. So langsam müsste eigentlich jede*r den Vogelkenner*innenführerschein bestehen können! - - -  wenn nicht, auch nicht schlimm. Dann üben wir eben noch weiter! Mitbringen: Fernglas, Naturtagebuch, Stifte.

 

 

 

Donnerstag, 29.08.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                         

 

NSG Twedter Feld: Auf in den Staudenknöterichurwald! Wir dürfen ihn bekämpfen! Aus seinen durchgehärteten Röhren bauen wir ein Insektenhotel, Pfeifen und ein Klöterdings. Was das ist? Lass dich überraschen. Mitbringen: Feinsäge, Band, Schleifpapier, Handbohrer (Wer hat!) Fernglas!

 

 

 

Donnerstag, 05.09.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                                                                         Marienhölzung: Der Schwanenteich ist ein tolles Laichgewässer für Frösche, Kröten und Molche. Nun hat irgendein Dummkopf seine ihm wohl lästig gewordenen Goldfische hier entsorgt und sie haben sich bereits ungeheuer vermehrt. Da sie als die Wildschweine unter Teichbewohnern gelten, also alles wegfressen, was im Teich lebt, ist das muntere Amphibienleben fast völlig vernichtet worden. Wir wollen den Amphibien ihren Teich zurückgeben und den Goldfischen mit Reuse oder Hecht begegnen. Ein erfahrener Angler  wird uns dabei unterstützen. Ein goldfischfreier Teich würde auch die Larven der zahlreichen Libellenarten retten!

 

 

 

Sonntag, 8.9..2019, 11.30 Uhr!                                                                                                                    Christiansenpark:

Alle Bäume dort mal richtig kennen lernen! Für NAJUS mit ihrer ganzen Familie!  Ursula Niss und Astrid Schleppegrell führen alle Interessierten durch den Park. Es gibt seltene Eichen- und Ahornarten zu entdecken!

 

 

 

Donnerstag, 12.09.2019, 16 -18 Uhr                                                                                                          

 NABU-Bachwiese:

Wir arbeiten uns weiter in das Gelände ein: Libellenteich, Pflanzen- und Insektenbestimmungen, NAJU-Kunstwerk, Zeichnungen an der Natur, 1. Meisterschaft im Ampferstechen. Selbstständig die Natur erkunden! Mitbringen: Naturtagebuch, Stifte, Gummistiefel, Kescher.

 

 

 

Donnerstag, 19.09.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                            Stiftungsland: Koniks, Robustrinder und Sven. Was macht das Stiftungsland so wertvoll? Wir erkunden dieses merkwürdige Gelände. Gute Aussichten auf Solitärbienen und Sandlaufkäfer zu stoßen. Auch der Mistkäfer, der mit seinen Hinterbeinen Kotkugeln rollen kann, könnte uns begegnen.

 

 

 

Donnerstag, 26.09.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                            Christiansenpark: Wir sind hier zuständig für die Pflege und Aufhängung der Nistkästen. Jetzt ist es Zeit sie zu reinigen oder auch zu reparieren. Nester, die wir aus den Nistkästen räumen,  werden wir fotografieren und versuchen in deren Bauart die „Bauherren und Baufrauen“ zu bestimmen. Evtl. flitzen wir kurz ins naturkundliche Museum, weil dort eine ganze Auswahl von Nestern mit den dazu gehörigen Bewohnern zu sehen ist.

 

 

 

Donnerstag, 03.10.2019, 16 – 18 Uhr                                                                                                        Tag der Deutschen Einheit: Das NAJU-Treffen fällt aus!

 

 

 

Herbstferien 04. – 18.10. 2019

 

Erstes Treffen nach den Herbstferien: 24.10. Für Oktober bis Dezember folgt Ende September ein neues Programm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt und Anmeldung:                                                                                        Hans-Peter Fokuhl, Tel.: 0461 900 199 83, Mail: bhpfokuhl@web.de

 

 

 

 

Kröten in Gefahr

 

Junge Naturschützer helfen beim Artenschutz.

 

Flensburg Ein Krötenzaun rettet Erdkröten, Moor- und Grasfrösche davor, sich in gefährliche Gegenden zu verirren. Und am Rande des Naturschutzgebiets Twedter Feld lauern Gefahren auf diese Tiere. In einer Baustelle können sie zum Beispiel in Kellerlöcher fallen und dort verenden. Deshalb muss die Baufirma neben dem Bauzaun auch einen Krötenzaun bauen.

 

Alexia, Mia und Luca (Foto oben, von links) von der Naturschutzjugend (Naju) des Naturschutzbundes Nabu helfen, die Tiere und Pflanzen im Twedter Feld zu schützen. Jeden Donnerstag trifft sich die Naju an verschiedenen Orten in Flensburg. Insgesamt sind gerade sechs Kinder von acht bis zwölf Jahren in der Gruppe. „Es dürfen aber gern noch mehr dazu kommen“, sagt Hans-Peter Fokuhl (im Foto rechts), der die Gruppe leitet.

 

Bei ihrem letzten Treffen im Twedter Feld fiel Mia, Luca und Alexia etwas auf: Am Krötenzaun fehlen die Eimer. Die sind dafür da, dass die Amphibien an diesem Zaun gesammelt und in ihre feuchten Wohngebiete, die Teiche, zurückgetragen werden können. Und dann sieht Mia auch noch ein Loch am unteren Rand des Zauns. „Da schlüpfen die Kröten und Frösche einfach so durch, und landen auf der Baustelle“, weiß die Zehnjährige. Was sollen die jungen Naturschützer tun? Luca (12) hat eine Idee: „Wir schreiben einen Brief an Herrn Fritzsche von der Unteren Naturschutzbehörde.“ Dort waren die Najus neulich zu Besuch. Von Oliver Fritzsche haben sie erfahren, worum sich diese Behörde in Flensburg kümmert – zum Beispiel darum, dass an Baustellen auf den Naturschutz geachtet wird.

 

Die Najus machen Fotos von dem Zaun und schreiben:

 

Hans-Peter Fokuhl gibt das Schreiben mit den Fotos bei der Behörde ab. „Da hat die Naju gut hingeguckt“, lobt Oliver Fritzsche. „Der Krötenzaun muss unbedingt überall Bodenkontakt haben. Und ohne die Eimer nützt er gar nichts.“ Er scannt gleich die Fotos ein und schreibt an den Bauunternehmer, dass der Krötenzaun mangelhaft ist, und: „Um sofortige Abstellung in dieser Woche wird gebeten.“ Der Bauunternehmer antwortet schnell, dass er sich darum kümmert, dass der Krötenzaun seinen Zweck erfüllt.

 

Da sind die Najus schon weitergezogen in die Marienhölzung – und sie entdecken den nächsten Skandal: Im Schwanenteich hat jemand seine Goldfische ausgesetzt. Die gehören da nicht hin, denn sie vermehren sich und verdrängen einheimische Arten. Das muss Herr Fritzsche erfahren! Für die Najus gibt es anscheinend noch viel zu tun. Ina Reinhart

 

> Wer mitmachen will bei der Naju in Flensburg, wendet sich an Hans-Peter Fokuhl. Informationen und Kontakt findet ihr online unter www.nabu-flensburg.de/naju.

 

Infos über weitere Aktivitäten des Nabu unter www.schleswig-holstein.nabu.de.

 

Flensburger Tageblatt vom 30.4.2018 Seite 28

Mit freundlicher Genehmigung des Flensburger Tageblattes

 

Zimmer im sanierten Altbau frei

 

Naturschutzjugend und Kirchengemeinde St. Nikolai wollen den Turmfalken zurückholen

 

 

Imposanter Ausblick: Martje (10) begutachtet die Falkennisthilfe im Kirchturm von St. Nikolai, im Hintergrund die AVS.Dewanger

 

 

Nachwuchs: Junge Dohlen haben sich am Kirchturm bereits eingenistet.

 

Gunnar DommaschFlensburg Viele Stufen führen in den Turm von St. Nikolai. Sehr viele. Steil geht es hinauf. Steinstufen, Holztreppen, zum Teil in bedrückender Enge. Doch der Aufstieg lohnt. Denn in 60 Meter Höhe entdeckt man eine kleine Höhle im Mauerwerk, in der ein selten gewordener Vogel heimisch werden soll.

 

Wohnraum ist knapp in Flensburg. Dem Vernehmen nach gilt das nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Turmfalken. Einst hatte er hoch oben in der Kirche am Südermarkt sein Domizil. Ein Gerücht besagt, der Kunstflieger sei irgendwann nach Adelby ausgewandert. Mehr Natur, Ruhe und ein besseres Jagdrevier waren offenbar schlagende Argumente, um einen Umzug in Erwägung zu ziehen.

 

Pastor Marcus Friedrich will den Falken nun wieder zurückholen. „Zu einer Offenen Kirche“, so findet er, „gehören auch bedrohte Arten.“ Auch die Dohle – gleichwohl nicht der beliebteste aller Vögel – zählt dazu; sie steht auf der Roten Liste und soll ebenfalls einfließen in das Projekt „Artenfreundlicher Kirchturm“. Die ersten Jungvögel sind schon geschlüpft, sperren hungrig ihre Schnäbel auf.

 

„Auch die städtischen Räume“, ist der Pastor überzeugt, „müssen wir inzwischen als Biotope, als Schutzräume verstehen.“ Er verweist auf Fledermäuse, die einst im Kirchturm munter herumflatterten. Mangels Insekten ist das schon Vergangenheit. Auch der scheue Mauersegler wäre am Turm des Gotteshauses ein wieder gern gesehener Gast.

 

Friedrich nahm Anfang des Jahres Kontakt auf mit Hans-Peter Fokuhl, dem ehemaligen Leiter der (nomen est omen) Falkenberschule und aktuell in Diensten des Nabu für die pädagogische Arbeit zuständig. Der 67-Jährige betreut die Jugendgruppe (Naju) der Organisation, die sich derzeit im Aufbau befindet. „Ich finde es vorbildlich, wie sehr sein Herz immer noch für junge Menschen und deren Bildung brennt“, würdigt Pastor Friedrich den Einsatz des Pensionärs.

 

Die Naju-Kinder waren es schließlich, die den Vorschlag machten, einen Hohlraum hinter einem ehemaligen Rundfenster des mit bis zur Spitze 90 Meter höchsten Kirchturms der Stadt auszubauen, um den Falken wieder anzusiedeln. Er musste deutlich höher liegen als die Nester der Dohlen, um Streitigkeiten zwischen den Mietern zu vermeiden. Sie schafften die Nisthilfe heran, Küster Jochen Cordsen besorgte den Rest, dichtete die Höhle nach hinten mit einer Klappe ab und konstruierte sogar eine Startrampe, die von flügge gewordenen Jungfalken gern genutzt wird.

 

„Nun warten wir nur noch darauf, dass ein Falkenpärchen vorbeikommt, dem es hier gefällt“, hofft die zehnjährige Mia. Erstaunt war sie besonders darüber, dass die Jungen der Dohlen schon so groß geworden sind, während William (12) sich zunächst darüber wunderte, dass Vögel sich sogar in einer Kirche niederlassen. „Aber wenn man darüber nachdenkt, ist ja klar, dass hier die Höhe entscheidend ist, wo sich die Vögel sicher fühlen.“

 

Allen ist bewusst, dass es rund um den Südermarkt ein erhebliches Störungspotenzial gibt. Doch sie hoffen jetzt täglich auf den Anflug der ersten Mieter für die Einzimmer-Wohnung in frisch sanierter Altbausubstanz.

 

 

 

 

 

Flensburger Tageblatt vom 15.6.2018

 Mit freundlicher Genehmigung des Flensburger Tageblattes

 

 

 

 

Die NABU Gruppe Flensburg betreut die Naturschutzgebiete Holnis und Twedter Feld

     

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