Programm  April   Juni  2019

 

 

 

 

 

Die NAJU Flensburg richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 9 – 14 Jahren.

 

Sie untersteht dem NABU Flensburg. Sie trifft sich regelmäßig donnerstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr an verschiedenen Orten. Es bedarf keiner Mitgliedschaft, um an der Gruppe teilzunehmen. Bei fortlaufendem Interesse ist diese allerdings erwünscht.

 

Mit der regelmäßigen Teilnahme an den Treffen sollen Erlebnisse, Erfahrungen und Kenntnisse gewonnen werden, die zu einem achtsamen Umgang mit unserem ureigenen Lebensraum führen.

 

Gelegentliche Aktionen am Wochenende sind jeweils offen für die ganze Familie. Einmal jährlich sind Unternehmungen mit Übernachtung geplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Osterferien 04.04. – 18.04.2019

 

 

 

Donnerstag, 25.4. 16 – 18 Uhr

 

Tierheim Flensburg: Wir treffen uns mit der Jugendgruppe des Tierheims und hören uns an, was die da so machen. Auch ihre Leiterin, Claudia Greiner, wird dabei sein. Außerdem hat das Tierheim eine große Anzahl ausgestopfter Tiere, an denen wir unsere Kenntnisse einmal überprüfen können. Natürlich darf auch ein Besuch im Katzen- und Hundehaus nicht fehlen!

 

 

 

Donnerstag, 2.5. 16 – 18 Uhr

 

Winderatter See: Auf zum Winderatter See! Wir begeben uns in die sumpfige Buschlandschaft dem Sprosser auf der Spur, der Nachtigall des Nordens! Von weither kann man seinen kräftigen Gesang bereits hören. Auch der Laubfrosch wird jetzt langsam in Stimmung kommen. Das kann richtig laut werden, wenn er loslegt, vor allem deshalb, weil es dort so viele gibt. Leider beginnt sein Gesang meistens erst, wenn wir schon wieder weg sind. Und immer dicht an den Robustrindern vorbei. Ein bisschen Mut gehört dazu. Wer sich zurückhaltend benimmt, der macht alles richtig! Übrigens wird Frau Perschke-Mallach mal vorbei schauen. Sie ist Fachfrau in diesem Gelände!

 

 

 

Donnerstag, 9.5. 16 – 18 Uhr

 

Holnis, NABU-Hütte: Zu Besuch bei Familie Graugans. Hilfe, die Feldlerchen brauchen unsere Unterstützung. Als Bodenbrüter auf Feldern sind sie besonders in ihrem Lebensraum gefährdet. Außerdem ist die Feldlerche der Vogel des Jahres 2019. Natürlich werden wir auch die Seevögel ganz besonders im Auge behalten. Wichtig: Ferngläser nicht vergessen!

 

 

 

Donnerstag, 16.5. fällt aus

 

Donnerstag, 23.5. fällt aus

 

Donnerstag, 30.5. Himmelfahrt – fällt aus

 

Sonnabend, 01.06. 9.00 Uhr

 

Gaststätte Marienhölzung: Für die ganze Familie! Vogelstimmenkunde! Natürlich kannst du auch alleine kommen! Echte Kenner werden uns begleiten!

 

 

 

Donnerstag, 6.6. 16 – 18 Uhr

 

Flensburg Tarup Süd: Bachererkundung an der Adelbybek. Wir treffen uns mit den Bachkennern Eike Fischer und Stefan Croonen, die schon vieles an diesem Bach erlebt und gestaltet haben. Eine gute Tat für einige Tiere wäre es Steinehaufen dort aufzubauen - - - also ran! Aber wer würde darin wohnen? So etwas wissen die beiden. Auch Wasserproben aus dem Bach stehen zur Untersuchung an. Wer bringt einen Kescher mit? Zur genaueren Betrachtung könnten wir Stichlinge und Bachkrebse fangen. Und wer Hunger hat, der findet hier einige essbare Pflanzen!

 

 

 

Donnerstag, 13.6. 16 – 18 Uhr

 

NABU-Hochzeitswiese: Wir treffen uns mit Imker Carsten Meyer. Er beglückt unsere Hochzeitswiese mit seinen Bienen. Bei der Versorgung seines Bienenvolkes werden wir ihn begleiten und ihm die Daumen drücken, dass er nicht zu viel gestochen wird. Wenn wir Glück haben, ist auch der Schäfer Herr Jacobsen vor Ort. Er sorgt dafür, dass die Wiese mit seinen Schafen kurz gehalten wird. Außerdem wollen wir beobachten, wie sich unser Baumschnitt ausgewirkt hat und welche unserer Nisthilfen von Vögeln bezogen wurden.

 

 

 

 

 

Freitag – Sonnabend, 14.6., 16.00 Uhr - 15.6., 18.00 Uhr 

Tour durch die Natur. Wer kommt mit? – mindestens 5 NAJUS müssen es sein! Über Stock und Stein mit Lupe und Fernglas mit Keks und Brot durch Büsche und auf Bäume. Durch unbekanntes Gelände zu unbekannten Tieren und Pflanzen. Gummistiefelweitwurf und Fledermausparty. Wo das Ganze? Überraschung!!

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 20.6. 16 – 18 Uhr

 

NABU-Bachwiese: Die NABU-Bachwiese ist der Ort, den wir regelmäßig  aufsuchen! Mit seiner Pflanzen- und Tierwelt wollen wir so etwas wie Freundschaft schließen. Wir wollen hier die Jahreszeiten mit ihren Besonderheiten studieren und Veränderungen bemerken, Pflanzen pflegen und für Tiere gute Lebensbedingungen schaffen. Jeder von uns soll hier zu seiner Beschäftigung mit dem Gelände und seiner Natur finden. Wir wollen uns hier wohl fühlen. Was brauchen wir dafür noch? Einen Fahnenmast für die NAJU-Fahne? Ein von uns gestaltetes Kunstwerk? Sitzgelegenheiten im Unterstand? Was noch?

 

 

 

Donnerstag, 27.6. 16 – 18 Uhr

 

 Solitüde: Unser letztes Treffen vor den Sommerferien. Von Fahrensodde zum Strand Solitüde: Wer ihn noch nicht kennt, der wird ihn sich hier ins Ohr holen: der Rohrspatz oder „ornithologischer“, der Teichrohrsänger. Für unser letztes Treffen dürfen aber auch Saft und Kekse nicht fehlen. Hast du ein Spiel für den Strand? . . . könnte auch nützlich sein.

 

 

 

 

 

Sommerferien 01.07. - 10.08.2019

 

 

 

Erstes Treffen nach den Sommerferien: 22.08.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt und Anmeldung:                                                                                        Hans-Peter Fokuhl, Tel.: 0461 900 199 83, Mail: bhpfokuhl@web.de

 

 

 

 

 

Kröten in Gefahr

 

Junge Naturschützer helfen beim Artenschutz.

 

Flensburg Ein Krötenzaun rettet Erdkröten, Moor- und Grasfrösche davor, sich in gefährliche Gegenden zu verirren. Und am Rande des Naturschutzgebiets Twedter Feld lauern Gefahren auf diese Tiere. In einer Baustelle können sie zum Beispiel in Kellerlöcher fallen und dort verenden. Deshalb muss die Baufirma neben dem Bauzaun auch einen Krötenzaun bauen.

 

Alexia, Mia und Luca (Foto oben, von links) von der Naturschutzjugend (Naju) des Naturschutzbundes Nabu helfen, die Tiere und Pflanzen im Twedter Feld zu schützen. Jeden Donnerstag trifft sich die Naju an verschiedenen Orten in Flensburg. Insgesamt sind gerade sechs Kinder von acht bis zwölf Jahren in der Gruppe. „Es dürfen aber gern noch mehr dazu kommen“, sagt Hans-Peter Fokuhl (im Foto rechts), der die Gruppe leitet.

 

Bei ihrem letzten Treffen im Twedter Feld fiel Mia, Luca und Alexia etwas auf: Am Krötenzaun fehlen die Eimer. Die sind dafür da, dass die Amphibien an diesem Zaun gesammelt und in ihre feuchten Wohngebiete, die Teiche, zurückgetragen werden können. Und dann sieht Mia auch noch ein Loch am unteren Rand des Zauns. „Da schlüpfen die Kröten und Frösche einfach so durch, und landen auf der Baustelle“, weiß die Zehnjährige. Was sollen die jungen Naturschützer tun? Luca (12) hat eine Idee: „Wir schreiben einen Brief an Herrn Fritzsche von der Unteren Naturschutzbehörde.“ Dort waren die Najus neulich zu Besuch. Von Oliver Fritzsche haben sie erfahren, worum sich diese Behörde in Flensburg kümmert – zum Beispiel darum, dass an Baustellen auf den Naturschutz geachtet wird.

 

Die Najus machen Fotos von dem Zaun und schreiben:

 

Hans-Peter Fokuhl gibt das Schreiben mit den Fotos bei der Behörde ab. „Da hat die Naju gut hingeguckt“, lobt Oliver Fritzsche. „Der Krötenzaun muss unbedingt überall Bodenkontakt haben. Und ohne die Eimer nützt er gar nichts.“ Er scannt gleich die Fotos ein und schreibt an den Bauunternehmer, dass der Krötenzaun mangelhaft ist, und: „Um sofortige Abstellung in dieser Woche wird gebeten.“ Der Bauunternehmer antwortet schnell, dass er sich darum kümmert, dass der Krötenzaun seinen Zweck erfüllt.

 

Da sind die Najus schon weitergezogen in die Marienhölzung – und sie entdecken den nächsten Skandal: Im Schwanenteich hat jemand seine Goldfische ausgesetzt. Die gehören da nicht hin, denn sie vermehren sich und verdrängen einheimische Arten. Das muss Herr Fritzsche erfahren! Für die Najus gibt es anscheinend noch viel zu tun. Ina Reinhart

 

> Wer mitmachen will bei der Naju in Flensburg, wendet sich an Hans-Peter Fokuhl. Informationen und Kontakt findet ihr online unter www.nabu-flensburg.de/naju.

 

Infos über weitere Aktivitäten des Nabu unter www.schleswig-holstein.nabu.de.

 

Flensburger Tageblatt vom 30.4.2018 Seite 28

Mit freundlicher Genehmigung des Flensburger Tageblattes

 

Zimmer im sanierten Altbau frei

 

Naturschutzjugend und Kirchengemeinde St. Nikolai wollen den Turmfalken zurückholen

 

 

Imposanter Ausblick: Martje (10) begutachtet die Falkennisthilfe im Kirchturm von St. Nikolai, im Hintergrund die AVS.Dewanger

 

 

Nachwuchs: Junge Dohlen haben sich am Kirchturm bereits eingenistet.

 

Gunnar DommaschFlensburg Viele Stufen führen in den Turm von St. Nikolai. Sehr viele. Steil geht es hinauf. Steinstufen, Holztreppen, zum Teil in bedrückender Enge. Doch der Aufstieg lohnt. Denn in 60 Meter Höhe entdeckt man eine kleine Höhle im Mauerwerk, in der ein selten gewordener Vogel heimisch werden soll.

 

Wohnraum ist knapp in Flensburg. Dem Vernehmen nach gilt das nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Turmfalken. Einst hatte er hoch oben in der Kirche am Südermarkt sein Domizil. Ein Gerücht besagt, der Kunstflieger sei irgendwann nach Adelby ausgewandert. Mehr Natur, Ruhe und ein besseres Jagdrevier waren offenbar schlagende Argumente, um einen Umzug in Erwägung zu ziehen.

 

Pastor Marcus Friedrich will den Falken nun wieder zurückholen. „Zu einer Offenen Kirche“, so findet er, „gehören auch bedrohte Arten.“ Auch die Dohle – gleichwohl nicht der beliebteste aller Vögel – zählt dazu; sie steht auf der Roten Liste und soll ebenfalls einfließen in das Projekt „Artenfreundlicher Kirchturm“. Die ersten Jungvögel sind schon geschlüpft, sperren hungrig ihre Schnäbel auf.

 

„Auch die städtischen Räume“, ist der Pastor überzeugt, „müssen wir inzwischen als Biotope, als Schutzräume verstehen.“ Er verweist auf Fledermäuse, die einst im Kirchturm munter herumflatterten. Mangels Insekten ist das schon Vergangenheit. Auch der scheue Mauersegler wäre am Turm des Gotteshauses ein wieder gern gesehener Gast.

 

Friedrich nahm Anfang des Jahres Kontakt auf mit Hans-Peter Fokuhl, dem ehemaligen Leiter der (nomen est omen) Falkenberschule und aktuell in Diensten des Nabu für die pädagogische Arbeit zuständig. Der 67-Jährige betreut die Jugendgruppe (Naju) der Organisation, die sich derzeit im Aufbau befindet. „Ich finde es vorbildlich, wie sehr sein Herz immer noch für junge Menschen und deren Bildung brennt“, würdigt Pastor Friedrich den Einsatz des Pensionärs.

 

Die Naju-Kinder waren es schließlich, die den Vorschlag machten, einen Hohlraum hinter einem ehemaligen Rundfenster des mit bis zur Spitze 90 Meter höchsten Kirchturms der Stadt auszubauen, um den Falken wieder anzusiedeln. Er musste deutlich höher liegen als die Nester der Dohlen, um Streitigkeiten zwischen den Mietern zu vermeiden. Sie schafften die Nisthilfe heran, Küster Jochen Cordsen besorgte den Rest, dichtete die Höhle nach hinten mit einer Klappe ab und konstruierte sogar eine Startrampe, die von flügge gewordenen Jungfalken gern genutzt wird.

 

„Nun warten wir nur noch darauf, dass ein Falkenpärchen vorbeikommt, dem es hier gefällt“, hofft die zehnjährige Mia. Erstaunt war sie besonders darüber, dass die Jungen der Dohlen schon so groß geworden sind, während William (12) sich zunächst darüber wunderte, dass Vögel sich sogar in einer Kirche niederlassen. „Aber wenn man darüber nachdenkt, ist ja klar, dass hier die Höhe entscheidend ist, wo sich die Vögel sicher fühlen.“

 

Allen ist bewusst, dass es rund um den Südermarkt ein erhebliches Störungspotenzial gibt. Doch sie hoffen jetzt täglich auf den Anflug der ersten Mieter für die Einzimmer-Wohnung in frisch sanierter Altbausubstanz.

 

 

 

 

 

Flensburger Tageblatt vom 15.6.2018

 Mit freundlicher Genehmigung des Flensburger Tageblattes

 

 

 

 

Die NABU Gruppe Flensburg betreut die Naturschutzgebiete Holnis und Twedter Feld

     

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