Neue Bilder vom NABU-Flensburg

 

 

Aus den von uns betreuten Gebieten und   von unseren Aktivitäten und   Exkursionen

 

                                     (ältere Bilder folgen nach unten hin)

 

Copyright:Agentur Sturm

Am 17.6.2019 wurden 2 Informationstafeln an der Brücke der K8 über die Adelbybek in Tarup-Süd der Öffentlichkeit übergeben. Die Entrohrung dieses Baches, der zum Teil 10 m tief unter der Oberfläche verborgen lag, und die naturnahe Umgestaltung seines Ufers wurden von Stefan Croonen und Eike Fischer initiiert und vorangebracht. Die Renaturierung eines derart tief verschütteten  Baches war in unserer Region ein Pionierprojekt. Der NABU Flensburg möchte mit den Tafeln über die Veränderung der Adelbybek und der Umgebung informieren. Am Tag der Einweihung ließen sich z.B. in dem nahe gelegenen Rückhaltebecken Flussregenpfeifer und Austernfischer beobachen (siehe unter „Beobachtungen Raum Fl“). Ein weiteres Anliegen ist es, so vielleicht „ Bachpaten“ zu gewinnen, die an der Erhaltung und Gestaltung der Adelbybek mitwirken.

Bei unserem Bemühen die NABU-Bachwiese zu einer blütenreichen Wiese mit besonderem Wert für Fluginsekten zu machen, drängen wir den in einem Bereich stark wuchernden Stumpfblättrigen Ampfer zurück. Ganz vernichten wollen wir ihn nicht, da auch auf ihm interessante Insekten wie dieser   Mennigrote Ampfer-Spitzmausrüssler (Apion frumentarium - wahrscheinlich - es gibt sehr ähnliche Arten) vorkommen.          © Rainer Niss

 

Erfreulich häufig mit vielen hundert Exemplaren waren im Mai 2019 die Raupen des Kleinen Fuchses auf Brennnesseln auf unserer NABU-Bachwiese zu finden. In seinem spannenden Buch „Schmetterlinge -Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet“ meint Prof. Reichholf, dass dieser Falter seltener werden würde. Das soll natürlich durch diese Beobachtung nicht in Frage gestellt werden.                                           © Rainer Niss

 

 

7 Kraniche (Bild unten, der 7. passte nicht mehr ins Bild) flogen am 19.5.2019 über die NABU-Bachwiese in Klues. Aber auch am Boden waren an die 30 verschiedene Vogelarten hier festzustellen. Neben Gelbspötter, Gartenrotschwanz, Dorn- und Klappergrasmücke sowie Teichrohrsänger auch dieser Zaunkönig (Bild oben).

© Rainer Niss

 

© Barbara Geiger 

             Schon fast Gedränge auf dem Seehundfelsen bei Holnis Spitze am 10.3.2019.

© Rainer Niss

 

Im Januar und Februar 2019 hat Holger Düsedau mehrfach auf die Trauerenten in Holnis aufmerksam gemacht (siehe: „Beobachtungen Raum Fl“). An Holnis Spitze konnte man die Trauerenten am 16.2.2019 tatsächlich auf dem Wasser und in ihrem erstaunlich rasanten Flug gut beobachten (im Hintergrund die dänische Fördenküste). Die Männchen kann man an dem gelben Fleck im Schnabel erkennen. Der linke Vogel ist ein Weibchen.

 

Der NABU hat sich 2018 für ein Ende der Muschelfischerei auf der deutschen Seite der Flensburger Förde eingesetzt. Dieses Ende wurde dann im Dezember letzten Jahres erfreulicherweise durch die Untere Naturschutzbehörde in Flensburg auch herbeigeführt. Das kommt auch dieser Ente zugute. Da sie aber bis 30 m tief taucht, um Muscheln zu erbeuten, ist sie in der Ostsee auch durch Stellnetze gefährdet.

© Daniel Buschmann

 

Am 4.2.2019 sah Daniel Buschmann am Lautrupsbach gleich 2 verschiedene Wasseramseln, eine beringte und eine unberingte. Siehe "Beobachtungen (Raum Fl)"  

 

 ©Dagmar Paysen

Seit Mitte Januar ist am Møllesø bei Krusau immer wieder eine Moorente zu beobachten. Am 30.1.2019 gelang dort Dagmar Paysen dieses Bild.

Der Waldkauz in der Marienhölzung fotografiert  von Daniel Buschmann. Siehe dazu  seine Meldung vom 19.1.2019 unter Beobachtungen (Raum Fl)

Dieses Bild von Dagmar Paysen, der es hier gelang das Gesicht einer fliegenden Kornweihe scharf und ausdrucksstark zu porträtieren, stammt aus der etwas weiteren Flensburger Umgebung (am 25.11.18 entstanden im Beltringharder Koog). Auch unmittelbar um Flensburg herum aber wird man derzeit Kornweihen gelegentlich beobachten können, wenn man an die Möglichkeit denkt.

 ©Dagmar Paysen

 

Diese beiden Beutegreifer mit wachen Blicken: Fuchs (oben) und Sperber (unten, mit erbeutetem Sperling), begegneten Dagmar Paysen Ende Oktober in der Flensburger Umgebung.

 

 ©Dagmar Paysen

An der Nordseeküste (Sönke-Nissen Koog und Beltringharder Koog) bestehen jetzt Chancen Schneeammern (oben) oder Ohrenlerchen (unten) anzutreffen, wie es diese Ende Oktober 2018 dort entstandenen Bilder von Dagmar Paysen belegen.

 ©Dagmar Paysen

 

Dieser Vogel hat sich bisher nicht in der Flensburger Umgebung blicken lassen. Nach Mitteilung von Dagmar Paysen, der dies Foto  eines Thorshühnchen  am 7.10.2018 gelang, hielt er sich etwa 2 Wochen im Meldorfer Speicherkoog auf.

 

Bei der Veranstaltung der NABU-Gruppe Flensburg zum European Birdwatch Wochenende am 6.10.18 in Holnis war es recht neblig, wie man es vielleicht dem oberen Bild eines nebenbei beobachteten kuhfixierten Damhirsches auf Holnis entnehmen kann. Trotzdem waren 58 Vogelarten festzustellen und die Teilnehmer gewannen einen Eindruck von dem intensiven Zuggeschehen. Besonders nah waren die vielleicht erst vor kurzem aus dem menschenleeren hohen Norden eingetroffenen Alpenstrandläufer (unteres Bild) zu beobachten.

 © Rainer Niss

© Dagmar Paysen

An der Nordseite des Rømø-Damms gelang Dagmar Paysen am 22.9.18 dieses Foto eines Wellenläufers. Der Damm liegt zweifelllos außerhalb des Gebiets des NABU-Flensburgs und das Bild passt so nicht völlig zwanglos in diese Rubrik. Da aber so viele Flensburger häufiger mal nach Rømø fahren und das Foto so schön ist, findet es sich hier.                                                                                    

© Kirsten Giese

Erntezeit auf der Hochzeitswiese

Allmählich reifen die Äpfel und Zwetschgen auf der Hochzeitswiese am Quakenweg. Es darf in haushaltsüblichen Mengen gepflückt werden. Einen reifen Apfel erkennt man an seinen braunen Kernen. Er löst sich beim Pflücken leicht vom Zweig. Die Wiese ist frei zugänglich, bitte die Schafe in Ruhe lassen!

 

Bei der diesjährigen Kastenkontrolle im Twedter Feld am 1.9.2018 fanden wir 5 verschiedene Fledermausarten. Hier eine eigentlich relativ häufige Art, die Wasserfledermaus. In den Kästen haben wir in den letzten Jahren aber immer nur 1 Wasserfledermaus gefunden. Vielleicht immer dieselbe. Erstaunlich ist, dass diese Tiere bei ihrer nächtlichen Suche nach Insekten bis zu 200 km pro Nacht zurücklegen können sollen.

Diese Wasserfledermaus, die sich in der Hand von Hannah, der Fledermausexpertin der NABU-Gruppe Flensburg, befindet, scheint ihr noch nicht ganz zu trauen. Denn sie legt ihre Ohren zur Seite. Das tun Wasserfledermäuse  bei Beunruhigung.      
© Rainer Niss

Unter den hunderten von grauen Gänsen  auf Holnis hat der dort für den NABU  tätige Bufdi Holger Düsedau am 24.8.2018 eine einzelne Zwerggans gleich erkannt und auf unserer Webseite gemeldet, so dass auch andere Naturfreunde im Raum Flensburg die Gelegenheit hatten diesen besonders seltenen und zu dieser Jahreszeit wirklich ungewöhnlichen Vogel beobachten zu können. 
© Rainer Niss

 

Die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) auf der NABU-Bachwiese in Klues. Diese in Schleswig-Holstein eingebürgerte Pflanze (Raabe: „Atlas der Flora Schleswig-Holsteins…“) hat eine verdickte Wurzel, die früher als Gemüse Verwendung fand. Rapunculus (lateinisch) heißt: Kleine Wurzel.

 © Rainer Niss

© Ursula Niss

Seit Juli 2018 gehört der Gruppe Flensburg des NABU eine Wiese zwischen 2 Bächen (Lachsbach und Nordgraben) nahe der B 200 in Klues. Wir wollen versuchen diese Bachwiese zu einer blütenreichen Insektenwiese hin zu entwickeln.

Derzeit schon blütenreich ist die Wiese in ihrem feuchten, bachnahen Anteil am Lachsbach (oben).

© Ursula Niss

Es finden sich hier unter anderem Wald-Engelwurz,

© Ursula Niss 

Zottiges Weidenröschen in ausgedehnten, übermannshohen Beständen,

© Ursula Niss                               

                              und Sumpfhornklee. 

 ©Rainer Niss

 

Zum Nordgraben hin hat die Wiese auch einen trockeneren Anteil mit Acker-Kratzdistel, Echter-Kratzdistel (im Bild eine Wiesenhummel auf der Echten Kratzdistel) und Rainfarn . Sicher nicht der Traum eines Landwirts. Aber die Träume von Landwirten und Naturschützern unterscheiden sich eben derzeit recht deutlich.

 

 Diese Ibisfliegen, die für ihren Nachwuchs ihr Leben opfern, fand Ursula Niss (siehe Beobachtungen Raum Fl 26.6.18) an der Treene bei Oeversee. Das Vorhandensein dieser Fliegen dort spricht für eine gute Wasserqualität der Treene in diesem Bereich der Literatur nach.

Bild Copyright Ursula Niss.

Dieses Bild eines toten Höckerschwans stammt von dem für den NABU in Holnis tätigen Bufdi Holger Düsedau. Ihm wurde berichtet, dass dieser Schwan im Verlauf von Revierstreitigkeiten von einem anderen Schwanenmännchen gebissen wurde, davonflog, dabei abstürzte, auf die Steine schlug und wenig später starb.

 

Trauerenten vor Kragesand auf Broager am 31.3.18. Das Bild stammt von Dagmar Paysen - mehr Bilder von ihr gibt es auch unter

Die NABU-Gruppe Flensburg bemüht sich die ökologische Wertigkeit der Hochzeitsstreuobstwiese an der Marienau zu erhöhen. Dabei helfen von Bingo-Lotto bereitgestellte Projektmittel. (Bild:Copyright Kirsten Giese)

Mehr als 30 Teilnehmer fanden sich am 24.3.2018 auf der vom NABU begründeten Hochzeitsstreuobstwiese an der Marienau ein, als der Pomologe Meinolf Hammerschmidt die richtige Vorgehensweise beim Obstbaumschnitt erläuterte.(Bild:Copyright Felix Hölting)

Bei der Pilzexkursion des NABU am 11.3.2018 im Satrupholmer Moor herrschte leider eisiger Ostwind. Einige schöne Holzpilze waren aber zu sehen zum Beispiel diese großen Exemplare der Zinnobertramete.  Sie standen unerreichbar im Wasser und gaben zur Diskussion Anlass, ob es sich um die in diesem Moor sehr häufige Rötende Tramete handeln könne. Typische kleinere Exemplare der Zinnobertramete ließen sich aber in der Nähe bestimmen.                                                                  © Rainer Niss

Ein weiteres Bild von Dagmar Paysen von März 2018 (an der Förde bei Schausende): eine Waldohreule.

Eine spannende Beobachtung von Dagmar Paysen auf der dänischen Seite der Förde (Broager): eine Prachteiderente. Es lohnt also doch, sich die ganzen Eiderenten auf der Förde immer mal wieder genauer anzusehen.

Die Bilder oben und unten zeigen Mitglieder des Arbeitskreises NSG Twedter Feld bei einem Einsatz im Naturschutzgebiet am 13.1.2018.  Mit  bloßen Händen und  kleinen Handsägen wurde hier durch Freischneiden verlandender Tümpel, Anlage von Totholzhaufen und einer Hecke versucht etwas für die Natur zu tun. Die riesigen Baukräne im Hintergrund zeigen effektiver wirksame gegenläufige Kräfte. Bis dicht an den Rand des Naturschutzgebiets wird nach dem Willen der Stadt Flensburg in einem der letzten randlichen Puffergebiete des Naturschutzgebiets mehrstöckige Bebauung hochgezogen.

Bei der Exkursion "Faszination der Zugvögel" der NABU-Gruppe Flensburg auf Holnis am 7.10.2017 war das Wetter richtig schlecht; gute Sicht und gute Bilder waren nicht drin. Dank der vom NABU gestellten Spektive konnten die Teilnehmer trotz zeitweilig strömenden Regens jedoch nachvollziehen, dass die einsame Liniikole auf dem Nehrungshaken ein Kiebitzregenpfeifer war (oben), während die einsame Limikole auf der Halbinsel "der Pfeil" hingegen der letzte Goldregenpfeifer auf Holnis war (zeitweilig in den Wochen davor bis 800 dort).(Bild unten).

Bei der Pilzexkursion des NABU im Twedter Feld sahen die Teilnehmer uner anderem diesen jungen Rotrandigen Baumschwamm, der an der Zuwachszone und der Fruchtschicht Tropfen absondert (Guttation)   
© Rainer Niss

Dies Bild verdeutlicht: Holnis, der Ort des "Coastal clean up" 2017 im September, ist recht groß. Die Zahl der Teilnehmer war hingegen sehr überschaubar. Die Müllmenge wiederum hingegen mit 562 gesammeltenObjekten recht beachtlich. 2 dieser Objekte sind exemplarisch unten dargestellt.

"Nicht gut angekommen"

Wahlkampfpropagandamaterial im Naturschutzgebiet

"Das ist kein Müll, das ist meine Wohnung" schien uns diese Strandkrabbe signalisieren zu wollen.               
© Rainer Niss

Als wir am Fuße des Kliffs sammelten, kamen wir zu der Stelle, wo im Sommer 2017 die Uferschwalben zu brüten versucht hatten. Nachdem aber der Fuchs einige Bruthöhlen aufgegraben hatte, gab die ganze Kolonie auf. Die frischen Abbrüche des Kliffs rechts geben Hoffnung, dass es 2018 besser klappt.

Anfang September 2017 haben wir uns wieder um die Fledermauskästen im Twedter Feld gekümmert. Die Fledermaus auf diesem Bild von Ilse Boysen haben wir für ein Mückenfledermausmännchen gehalten.

Auf diesen Bildern von Dagmar Paysen zeigt das obere Bild eine Zwergfledermaus (hier nicht sicher von einer Mückenfledermaus zu unterscheiden) das untere Bild Braune Langohren. Weitere Bilder von Dagmar Paysen bei www.naturbilderdagmarpaysen.de

Auch dieses Bild von Thorsten Runge stammt von unserer Kastenreinigungsaktion im September 2017 und zeigt wahrscheinlich ebenfalls eine Zwergfledermaus

Kuckuck vor dem Beobachtungsturm in Holnis (Copyright Rainer Niss)

Für viele Naturfreunde in der Region wird die interessanteste Maßnahme des NABU in 2017 die Errichtung des neuen Beobachtungsturms an der Salzwiese in Holnis gewesen sein. Er ergänzt den schon lange bestehenden Beobachtungsturm am Pugumer See ideal. Das obenstehende, von diesem Turm kurz nach seiner Errichtung gemachte Bild eines Kuckucks, verdeutlicht die interessanten Beobachtungsmöglichkeiten, die man hier zeitweilig haben kann.

Die NABU Gruppe Flensburg betreut die Naturschutzgebiete Holnis und Twedter Feld

     

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