Neue Bilder vom NABU-Flensburg

 

 

Aus den von uns betreuten Gebieten und   von unseren Aktivitäten und   Exkursionen

 

                                     (ältere Bilder folgen nach unten hin)

 

Beim European Birdwatch, 3.10.2020 siehe "Beobachtungen (Raum Fl)", des NABU-Flensburg in Holnis konnten die Teilnehmer diesen wenig wasserscheuen Fuchs beobachten. Die Graugänse schien er weniger zu verwundern als den 

Höckerschwan, der doch etwas beunruhigt wirkte.

 

© Rainer Niss

Ein Fischadler am 31.8.2020 in Glücksburg/Schausende.Bei diesem Versuch hatte er kein Glück. Vielleicht weil er beim Abflug etwas abrutschte  bekam er den Fisch, den er

wohl erspäht hatte, nicht zu packen.  Beim 3. Versuch - nach mehr als einer Stunde Ansitzzeit - klappte es dann aber.

 

© Rainer Niss

Dieser Stieglitz, den ich am 14.8.2020 auf der NABU-Bachwiese in Klues beobachten konnte, schien mir einen etwas verwunderten Gesichtsausdruck zu haben. Das wäre ja auch verständlich. Er fragte sich sicherlich, warum sich nur so wenige Mitglieder des NABU-Flensburg auf der Bachwiese engagieren wollen. Obwohl dort zum Beispiel an diesem Tag nicht nur ständig die lebensfreudigen Rufe der Stieglitze zu hören waren, sondern sich auch junge Kenbeißer zeigten und der Eisvogel in der vollen Sonne mitten über die Wiese flog

 

Im Hauke-Haien-Koog waren jetzt im Juli 2020 im Anschluss an die starken Westwinde seltene Limikolen zu beobachten. Dagmar Paysen konnte dort am 12.7.2020 Graubrust- und Weißbürzelstrandläufer fotografieren. DasBild zeigt den Graubruststrandläufer mit gelbbrauner Schnabelbasis und deutlich abgesetzter Brustzeichnung. Mehr dazu auf ihrer Webseite naturbilderdagmarpaysen.de

 

© Rainer Niss

Auf der NABU-Bachwiese haben am Schuppen im Sommer 2020 Gartenrotschwänze gebrütet. Die Jungen sieht man immer wieder auf Insektenjagd durch die Wiese fliegen. Pfähle und Stöcke mit denen wir Pflanzungen markiert haben benutzen sie als Jagdwarte.

 

© Rainer Niss

Im feuchteren Teil der NABU-Bachwiese gibt es einen größeren Sumpfziest-Bestand. Hier treffen Anfang Juli 2020 gerade eine junge Gartenhummelkönigin und eine Ackerhummel aufeinander.

 

© Rainer Niss

Wir versuchen die NABU Bachwiese mit zusätzlichen Biotopelementen als Lebensraum für Insekten und andere Tiere noch attraktiver zu machen. Ein Sandhügel war ein solcher Versuch. Eine Wegwespe zog dort im Juli 2020 die von ihr erbeutete Spinne steil nach oben wo das Loch des von ihr gegraben Nistplatzes sich befand. Mehrfach zog sie aber versehentlich ihr Opfer am Loch vorbei und stürzte dann mit ihm zusammen wieder zum Fuß des Hügels zurück. Wie es zur Erfindung des Mythos von Sisyphos gekommen sein könnte, konnte man sich beim Zuschauen gut vorstellen. Hier allerdings kam es zu einem guten Ende: zum Schluss zerrte sie die Spinne als Nahrung für ihre Larve durch das Loch.

Im Beltringharder Koog, den ja viele Flensburger Vogelfreunde regelmäßig aufsuchen, beobachtete Dagmar Paysen am 5.7.2020 3 adulte Rothalsgänse. Sie schreibt dazu: “Ich fand diese schönen Gänse überraschend klein, vor allem im Vergleich zu den Graugänsen, mit denen sie vergesellschaftet waren. Sie trugen Ringe, sind also möglicherweise Gefangenschaftsflüchtlinge. Mehr Bilder auf meiner Seite (naturbilderdagmarpaysen.de), auch ein Film.“

 

© Rainer Niss

Diese schöne Pflanze findet sich im im moorigen Feuchtwiesenbereich der NABU-Bachwiese in Klues seit Jahren. Sie sieht zwar dem unbeliebten Jacobs-Kreuzkraut ähnlich, das von vielen herausgerissen wird. Es handelt sich aber um das Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus), das im Gegensatz zum Jacobs-Kreuzkaut in Schleswig-Holstein selten ist (Rote Liste Kategorie 2 also stark gefährdet). Wir hoffen, dass es auf unserer Wiese vor dem Herausgerissenwerden sicher ist.

 

Dieses gestochen scharfe Bild eines immaturen Schlangenadlers glückte Dagmar Paysen im Juni 2020 im Wilden Moor bei Rendsburg. Also nicht mehr gerade in der Nähe von Flensburg in der aber Anfang Juni auch ein Schlangenadler beobachtet werden konnte.Dagmar Paysen schrieb zu ihrem Bild am 22.6.2020: “Seit einer Woche hält sich im Wilden Moor Rendsburg ein immaturer Schlangenadler auf, der sehr gut zu beobachten ist. Obwohl er sich hauptsächlich für die im Gebiet reichlich vorkommenden Schlangen interessiert, wird er von den dort brütenden Sturmmöwen heftig attackiert.“

 

©Birgit Christophersen

 

Am 10.6.2020 konnte Birgit Christophersen diesen Schwarzstorch in Flensburg beobachten. Kein alltäglicher Anblick! Siehe dazu auch Beobachtungen Raum Flensburg.

© Rainer Niss

Eine Singdrossel im Mai 2020 an der Hecke der NABU-Bachwiese.

 

Am 9.5.2020  konnte Dagmar Paysen diesen Mongolenregenpfeifer in Reesholm/Schlei beobachten. Er ist ein in Europa seltener Gast aus Asien. Dagmar Paysen schreibt:“ Es gab zunächst Unstimmigkeiten in der Bestimmung (DD Wüstenregenpfeifer), jedoch war die Seltenheitskommission selbst vor Ort und hat sich festgelegt.“

© Rainer Niss

Am 9.4.2020 waren an mehreren Stellen im Flensburger Raum erstmals

singende Mönchsgrasmücken zu beobachten. Wegen ihrer lebhaften Stimme

fällt ihr Erscheinen vielen Vogelfreunden auf. Manche sagen dann: „Der Mönch ist da.“

Der Frühling ist dann nicht mehr zu überhören.

Diese Mönchsgrasmücke wurde am Ostermontag (12.4.2020) in einem Apfelbaum in

Glücksburg fotografiert.

© Rainer Niss

Eine Heckenbraunelle auf der NABU-Bachwiese am 11.3.2020.

 

© Rainer Niss

Am 11.3.2020 hielten sich etwa 2 Dutzend durchziehende Erlenzeisige, darunter dieser, auf der NABU-Bachwiese in Klues auf. Aus einer großen, in voller Blüte stehenden Kirschpflaume war ihr Gruppengesang zu hören.

 

„Sort sol in Bergfink“, schrieb Dagmar Paysen zu diesem Bild, das ihr Ende Januar 2020  in der Årtoft Plantage nördlich der Grenze bei Flensburg glückte. Hier in der Nähe von Apenrade waren nach Mitteilungen auf  dofbasen.dk (der Datenbank der Dank Ornitologisk forening) im Januar 2020 mehrfach um 300000 Bergfinken gesichtet worden. Auf Dänisch heißt der Bergfink  Kvækerfinke, wobei kvæke mit dem deutschen Wort quäken verwandt ist und wohl auf den gequetscht oder eben quäkend klingenden Ruf Bezug nimmt. Wer diesen kennt, konnte den Bergfink auch direkt in Flensburg in den letzten Wochen immer wieder beobachten.

 

Wenn man die Trauerenten auf der Flensburger Förde sich ansieht, kann man unter anderem darauf achten, ob man diesen seltenen Gast aus Sibirien oder Nordamerika ganz zufällig vielleicht einmal darunter entdecken kann: die Pazifiktrauerente (ganz rechts). Der gelbe Schnabelhöcker ohne Schwarz an der Basis beim Männchen unterscheidet sie von der Trauerente. Dieses Foto hat Dagmar Paysen am 26.1.2020 am Bülker Leuchtturm in Strande gemacht. Mehr darüber auf ihrer Webseite (http://www.naturbilderdagmarpaysen.de).

 

 

 

 ©Daniel Buschmann

Diese Wasseramsel setzte sich für Daniel Buschmann an der Alten Kupfermühle im Januar 2020 auf den Präsentierteller. Siehe dazu den Beitrag vom 22.1.2020 unter "Beobachtungen (Raum Fl)"

  ©Burkhard Seidler

Obwohl die Kastanie, der „Lebensbaum“ des Waldkauzes am Adelbyer Friedhof, arg gestutzt wurde, ist er seinem  Baum ist treu geblieben.

Am 21.12.19 gelangen Dagmar Paysen (mehr ihrer Bilder unter  www.naturbilderdagmarpaysen.de), trotz der nur sehr kurzen Zeit, in der man an diesem Tag gutes Licht hatte, diese beiden  schönen Aufnahmen in Holnis. Das obere zeigt balzende Mittelsäger, das untere eine Rotdrossel in den reich fruchtenden Weißdornbüschen auf der Wiese neben der NABU-Hütte.

 

 ©Daniel Buschmann

 

Dieses Smartphone-Foto von Daniel Buschmann zeigt den Knutt, der vor der Adventsfeier des NABU-Flensburg am 7.12.2019 beobachtet werden konnte. Siehe „Beobachtungen Raum Fl“. Die meisten Knutts, die auf dem Herbstzug hier eintreffen, ziehen im September weiter nach Afrika. Einige Individuen der grönländischen und nordostkanadischen Population (C.c. islandica) überwintern alljährlich im Wattenmeer (L. Gejl: Die Watvögel Europas, Verlag Haupt). Dieser Knutt hatte sich Rotschenkeln angeschlossen und suchte immer wieder Schutz hinten ihnen, wenn der eisige Wind über das kleine Noor pfiff.

 

© Rainer Niss

Der von Daniel Buschmann im Januar 2019 gesehene Waldkauz in der Marienhölzung (siehe weiter unten) schien sich im Dezember 2019 - nach einem mäusereichen Jahr - gut gehalten zu haben.

© Rainer Niss

 

Dieser Halskrausen-Erdstern war im Dezember 2019 an der Bachwiese des NABU in Klues zu beobachten.

An der Fridays for future Demo am 29.11.2019 in Fl nahmen immerhin 9 Mitglieder des NABU-Flensburg teil.

©Ekkehard Thomsen

Waldschnepfe in einem Flensburger Garten. Siehe "Beobachtungen (Raum Fl) 24.11.19

© Rainer Niss

Recht spät noch, nämlich am 9.11.2019,  war dieser Grünschenkel in Holnis zu beobachten.

© Rainer Niss

Für den Naturfreund hat Holnis im Herbst nicht nur interessante Vogelbeobachtungen zu bieten, sondern auch bemerkenswerte Pilze. Am Wegrand sieht man durchaus einmal farbenprächtige Saftlinge oder Pilze wie diese Safrangelbe Wiesenkoralle Ende Oktober 2019 (auch Safrangelbe Zwergkoralle genannt, Ramariopsis crocea).  Hier ist sie nicht safrangelb sondern orangerot, wie die Äste des Mooses Sparriger Runzelpeter (Rhytidiadelphus squarrosus) in dem sie steht. Sie kommt in ungedüngten Wiesen vor, die es erfreulicherweise in Holnis noch gibt.

 

 Leider gibt es ja aber derzeit auch dort noch Maisäcker, die sicher alles andere als ungedüngt sind und unmittelbar an die Naturschutzgebietsflächen grenzen.

 

© Rainer Niss

Die Gelbbraune Gebirgsschwebfliege (Sericomyia [früher Arctophila] superbiens) Mitte August 2019 auf der NABU-Bachwiese. Sie imitiert Hummeln, wobei sie der Ackerhummel am ähnlichsten sieht und  ist vielleicht auf der Bachwiese anzutreffen, weil es hier nicht nur viele Hummeln erfreulicherweise noch gibt, sondern auch zwei Bäche und viel Schlamm und somit Lebensraum für ihre Larven. Durch die großen Augen wirkt sie fremdartig und etwas bedrohlich, ist dabei aber noch harmloser als die Hummeln, die sie nachahmt.

 

© Rainer Niss

Die Kuckucks-Lichtnelke (August 2019) auf der NABU-Bachwiese in Klues. Keineswegs eine exotische Pflanze, aber von der Blüte her doch ein wenig so wirkend. Um den Erhalt dieser Art auf der Feuchtwiese wollen wir uns besonders kümmern.

 

Dieses eindrucksvolle Bild eines Rosa Pelikans gelang Dagmar Paysen (mehr ihrer Bilder unter www.naturbilderdagmarpaysen.de) am 21.7.2019 am Meldorfer Speicherkoog, wo er sich seit etwa 2 Wochen aufhielt. Der Meldorfer Speicherkoog gehört selbstredend nicht zum Bereich des NABU-Flensburg, wird aber von vielen Flensburger Vogelfreunden angesteuert wegen der guten Beobachtungsmöglichkeiten.

©Ursula Niss

Leuchtende Nachtwolken über der Förde und der schöne Bockkäfer Rhagium bifasciatum gehörten unter anderem zu den Naturphänomenen, die auf der Mittsommernachtfeier des NABU Flensburg am 21.6.2019 zu würdigen waren. Siehe auch Beobachtungen (Raum Fl)

Copyright:Agentur Sturm

Am 17.6.2019 wurden 2 Informationstafeln an der Brücke der K8 über die Adelbybek in Tarup-Süd der Öffentlichkeit übergeben. Die Entrohrung dieses Baches, der zum Teil 10 m tief unter der Oberfläche verborgen lag, und die naturnahe Umgestaltung seines Ufers wurden von Stefan Croonen und Eike Fischer initiiert und vorangebracht. Die Renaturierung eines derart tief verschütteten  Baches war in unserer Region ein Pionierprojekt. Der NABU Flensburg möchte mit den Tafeln über die Veränderung der Adelbybek und der Umgebung informieren. Am Tag der Einweihung ließen sich z.B. in dem nahe gelegenen Rückhaltebecken Flussregenpfeifer und Austernfischer beobachen (siehe unter „Beobachtungen Raum Fl“). Ein weiteres Anliegen ist es, so vielleicht „ Bachpaten“ zu gewinnen, die an der Erhaltung und Gestaltung der Adelbybek mitwirken.

Bei unserem Bemühen die NABU-Bachwiese zu einer blütenreichen Wiese mit besonderem Wert für Fluginsekten zu machen, drängen wir den in einem Bereich stark wuchernden Stumpfblättrigen Ampfer zurück. Ganz vernichten wollen wir ihn nicht, da auch auf ihm interessante Insekten wie dieser   Mennigrote Ampfer-Spitzmausrüssler (Apion frumentarium - wahrscheinlich - es gibt sehr ähnliche Arten) vorkommen.          © Rainer Niss