Bilder aus dem NSG Twedter Feld 2. Teil

Im Sommer 2017 war ein junger Buntspecht in der Bruthöhle vom Hauptweg aus gut zu beobachten Die Bruthöhle lag etwa 7m hoch, was für Buntspechtverhältnisse eher hoch ist. Das stellt ja auch die Jungen gleich nach ihrer ersten Flügelentfaltung, die in der engen Bruthöhle ja wohl noch nicht möglich ist, gleich vor eine schwierige Aufgabe.

 

Vom Beobachtungspunkt der NABU an der Mühlenbekwiese konnte man im Sommer 2017 diesen jungen Mäusebussard gut sehen. Er wurde dort von den Alttieren gefüttert, wonach er mit typischen gedehnten, sich wie klagend anhörenden Bettelrufen zu verlangen schien.

 

Das Grünwidderchen wurde schon in verschiedenen Bereichen des NSG beobachtet.

Die Wespen-Moderholzschwebgfliege ahmt eine Wespe recht überzeugend nach. Hier im Sommer 2017 am Hauptweg, die vorgestreckten Beine sollen vielleicht die bei Wespen, nicht aber Schwebfliegen vorhandenen Antennen vorgaukeln.

 

Im Herbst 2017 fruchtete der Weißdorn in vielen Bereichen des NSG recht üppig.

Der Anstau der Mühlenbek im Wald fror im Winter 2017 zu. Die Ufer zeigten zum Teil großflächigen Moosbewuchs.

Im Bereich der Mühlenbekwiese trat der Bach im Winter monatelang über seine Ufer.

Nach dem Auftauen  im frühen Frühjahr konnten man hier unter anderem dann Gebirgsstelze (oben) und Graureiher (unten) beobachten

Auch ein Nilganspärchen war wie in den Vorjahren hier zu sehen.

 

Auf den Wurftellern der gefallenen Bäume am Hauptweg kommen vor allem im Winter Moose, die sonst unauffällig am Boden genauerer Wahrnehmung entgehen, deutlich zur Geltung. Oben das Wellige Katharinenmoos unten das Besenförmige Gabelzahnmoos.

 

 

 

Auf den ersten blühenden Bäumen, wie hier der Kirschpflaume, finden sich im Frühjahr Wollschweber.

 

Im Frühjahr 2018 hebt hier eine Aschgraue Sandbiene von dem Zweig einer Weide kraftvoll ab. Auf Grund ihrer kräftigen Gestalt denkt man zunächst vielleicht an eine Hummel.

 

Durch intensive Insektensuche in blühenden Salweiden wurde diese Blaumeise im April 2018 zur Blaugelben Meise

In den nach den Salweiden aufblühenden Schlehen ist der Nahrungserwerb für die Blaumeise dann nicht so staubbelastend, erfordert aber auch vollen Körpereinsatz.

 

In niedrigem Gebüsch wie hier auf dieser Schlehe im Twedter Feld sieht man den Fitis  am ehesten im Frühjahr. Im Sommer hält er sich dann mehr auf Bäumen und hohen Sträuchern auf.

 

Das Mittlere Jungfernkind (Boudenotiana notha) konnte am 20.4.2018 im Twedter Feld nachgewiesen werden. Es ist gemäß der Roten Liste Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht und wurde seit Jahrzehnten nicht mehr in der Region gefunden.

Es hält sich sonst in Baumwipfeln auf, kommt an warmen Tagen - wie dem Tag des Fundes - aber auf den Boden, um Flüssigkeit aufzunehmen.

Dohlen sind ausdrucksstarke Vögel. Nicht nur durch ihre hellen Rufe. Auch ihre Bewegungen wirken auf den menschlichen Betrachter oft entschlossen und dynamisch. Daher ist es erfreulich, dass man sie im Twedter Feld in den letzten Jahren fast ganzjährig beobachten konnte. Hier eine Dohle im Mai 2018 auf der Großen Trockenheide im NSG

Ein wohl schlafender Baummarder in seiner hoch gelegenen Höhle (nach menschlichen Maßstäben würde man von einer Bruchbude sprechen) im Twedter Feld. Dass es sich hier um einen Baummarder handelt glaube ich, weil die Ohrränder einen gelblichen Schimmer haben (beim Steinmarder sind sie weißlich). Dass das Tier schlief meinte ich folgern zu können, weil der Schwanz mehr als 10 min völlig bewegungslos schlaff herunterhing.

Diese Frühe Adonislibelle im Twedter Feld scheint sich bemühen zu wollen, mehr als nur ein Schatten ihrer selbst  zu sein.

 

Eine Keulenblattwespe (Zaraea fasciata, die Larven dieser in Deutschland gefährdeten Art leben auf dem im NSG häufigen Geißblatt)  im Juni 2018 im NSG Twedter Feld Keulenblattwespen erregen die Aufmerksamkeit wegen ihrer auffälligen Breite. Sie haben eine substantielle Ausstrahlung wie ein dicker Maikäfer. Ihr Flügelmuster ist ornamental und erinnert etwas an Tiffany-Glaskunst.

 

Copyright Text und Bilder: Rainer Niss

     
NSGTwedterFeld@NABU-Flensburg.de

Die NABU Gruppe Flensburg betreut die Naturschutzgebiete Holnis und Twedter Feld

Folgen Sie der Gruppe Flensburg auch auf Twitter

https://twitter.com/NABU_Flensburg