Neue Bilder vom NABU-Flensburg

Aus den von uns betreuten Gebieten und von unseren Aktivitäten und Exkursionen

©Hans-Peter Fokuhl

 

Für ihre Sorge für Nisthilfen in und an ihren Kirchtürmen erhalten im September 2022 die Flensburger Gemeinden St. Nikolai und St. Michael die Plakette des NABU Deutschland "Lebensraum Kirchturm".

Das Bild zeigt die  ersten Turmfalkenküken 2022 am Kirchturm von St. Michael

© Rainer Niss

Mitte August 2022 war dieses Weibchen einer  Dunklen Wespendickkopffliege (Conops flavipes) in Glücksburg zu beobachten. Sie ist ein Parasit von Wildbienen und ahmt eine Wespe nach. Da sie spießförmige Fühler hat  und einen auch etwas bedrohlich wirkenden Legedorn an ihrer Unterseite, mit dem sie ihre Eier an ihre Opfer heftet, macht sie einen recht wehrhaften Eindruck.

 Eine Spinne (wohl eine Krabbenspinne der Gattung Tibellus), die für dieses Tier anscheinend unsichtbar unter dem Blütenstand der Pfefferminze lauerte, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Überwältigte sie blitzschnell und hatte sie nach wenigen Minuten soweit ausgesogen, dass sie kaum noch wiederzuerkennen war (Bild unten).

© Anke Doerks

 

Frau Anke Doerks schreibt zu dieser Beobachtung, die sie am 23.7.2022 in Glücksburg machte: “Wir sahen eine Schwanenfamilie mit 5 junge Schwänen, eins davon war ein Albino“.

 

 

©Eike Fischer

Eike Fischer schreibt zu diesem Bild;

"Am13.7.2022 bekamen wir gefiederten  Überraschungsbesuch: auf unserer Terrasse auf der Bank saß plötzlich ein Turmfalke mit einem etwas hängenden Flügel. Er machte keine Fluchtversuche bei Annäherungen und flatterte sogar auf meinen Handschuh bzw. Arm, als ich den Flügel untersuchen wollte. Offensichtlich war er nicht stark verletzt, vielleicht gegen eine Scheibe geflogen und benommen. Er wirkte angstfrei, fast handzahm und flog nach einer Weile davon, vielleicht kommt er gelegentlich wieder. Aufmerksam wurden wir auf ihn, weil sofort Amseln und einige Meisen um ihn herumflogen und zeterten, also Warnrufe ausstießen."

© Rainer Niss

Gegen Ende Juli sind viele Rauchschwalben in der Flensburger Umgebung mit der ersten Brut fertig und beginnen oft mit der zweiten Brut.

Die ausgeflogenen Jungen werden bis zu 2 Wochen noch außerhalb des Nestes gefüttert, wie hier im Juli 2022 auf einem Apfelbaum in Glücksburg.

Ein ganzer Schwung von Fluginsekten auf einmal wird dabei

sehr tief in den Schnabel gestopft. (Bild oben). Einzelne glückliche Insekten können aber trotzdem anscheinend entkommen (Bild unten; es zeigt denselben Fütterungsakt wie oben Sekundenbruchteile später)

 

© Rainer Niss

 

Im Juni 2022 auf der NABU-Bachwiese in Klues: die Ackerhummel ist häufig auf der Suche nach Nektar an den derzeit sehr zahlreichen Kuckucks-Lichtnelken (beide links)  zu sehen. Mit ihrem langem Rüssel kommt sie aber auch in den untersten Teil der Blüte der Wasser-Schwertlilie (rechts), in dem der Nektar verborgen und so nicht allen Bestäubern zugänglich ist. Die Bernsteinschnecke (rechts unten) schätzt feuchte Lebensräume, wie den südlichen Teil der NABU-Bachwiese, und klettert gerne auf Vegetation.

 

© Rainer Niss

Dieser Gartenrotschwanz auf der NABU-Bachwiese in Klues- hier im Juni 2022 auf dem Dach des Schuppens – findet anscheinend nahrhaftes Futter für seine Jungen. Viele der Wildblumen, um die wir uns auf der Bachwiese bemühen, stellen ja auch gute Futterpflanzen für zahlreiche Raupenarten dar. Zum Beispiel (siehe „Bilder von der NABU-Bachwiese in Klues“) das Nickende Leimkraut.

 

 

© Rainer Niss

Am 20.3.2022 – also am Frühlingsanfang, setzte sich,

 

gut passend dazu, hier ein Stieglitz in Glücksburg in eine

 

blühende alte Kornelkirsche.

 

 

©Ursula Niss

Ende August 2021 fanden Gaby Petzel und Ursula Niss  am Strand von Solitude massenhaft diese Gebilde. Es handelt sich dabei um die neu  eingewanderten Kopfschildschnecke Haminella solitaria. Weiteres dazu unter dem Punkt „Beobachtungen (Raum Fl)“  am 28.9.2021 und 26.8.2021   

 

 

Günter und Herta Bey in Jürgensby engagieren sich vorbildlich für Mauersegler in Flensburg.

 

Sie haben insgesamt 10 Mauerseglerkästen an ihrem Haus angebracht. Als Spatzen Mauerseglerkästen okkupierten haben sie die Spatzen nicht herausgeworfen, sondern weitere Kästen für die Mauersegler angebracht. Frau Bey sagt: “Es sind bestimmt 7 Vögel, die wir in diesen
Tagen [Juli 2021] zählen; vielleicht brütet ja der 8. Vogel im Nest?  
Die Ankunft ist immer im Mai: 2019 = 20. Mai / 2020 = 21. Mai / 2021 = 21. Mai  hatte ich notiert.
Die Mauersegler verschmutzen das Haus und die Fenster nicht.“

 

 

© Birgit Christophersen

 

Graugänse Anfang April 2021 bei Revierstreitigkeiten in Flensburg-Süd.

 

© Hans-Peter Fokuhl
Neue Info-Tafel in der Marienhölzung
Zwei Jahre hat die NAJU Flensburg an diesem Projekt gearbeitet, viel gewartet und Gelder eingeworben. Jetzt endlich steht die Infotafel am Schwanenteich. Was gab den Anlass zu dieser Tafel? Der Teich ist ein gerne aufgesuchtes Laichgewässer für Moorfrösche, Erdkröten und Teichmolche. Auch zahlreiche Libellenarten nutzen ihn zur Aufzucht ihrer Larven. Diese schützenswerten Teichbewohner geraten allerdings in die Auseinandersetzung mit ausgesetzten Haustieren, in der Hauptsache sich stark vermehrenden Goldfischen. Auch Schildkröten waren hier bereits mehrfach anzutreffen. Die Infotafel informiert über die Situation im Teich und problematisiert das Thema "biologisches Gleichgewicht" und was dieses gefährden kann. Eine kleine "Einweihungsfeier" wird vor Ort stattfinden, wenn die Coronabedingungen es zulassen. Der Termin wird an dieser Stelle und in der Tagespresse veröffentlicht. (Hans-Peter Fokuhl)

 

  © Birgit Christophersen

 

Eine Graugans verteidigt ihr Revier in Flensburg-Süd im März 2021.

 

 Zu diesem Bild schreibt Dagmar Paysen am 15.2.2021:

"Diesen seltenen amerikanischen Irrgast konnte ich am Wochenende in Kiel am Strand von Kitzeberg aufnehmen. Der Drosseluferläufer (Schlichtkleid) ist nicht scheu, landete teilweise mitten zwischen den wartenden Ornithologen und Fotografen und suchte seine Nahrung teilweise direkt am Wanderweg  in  Mauerspalten. Es ist erstaunlich, dass er bei dem dort herrschenden Hochbetrieb von Joggern und Spaziergängern mit und ohne Hund keine andere Stelle aufsucht, aber nun ist er schon 4 Tage dort."

Ihr traditioneller, immer inhaltsreicher und entsprechend beliebter Vortrag für den NABU Flensburg konnte pandemiebedingt dieses Jahr ja leider nicht stattfinden. Stattdessen hat sie Bilder mit Texten in Form eines Vortrags zum Durchklicken zu dem Thema

Naturbeobachtungen in Gärten, Parks und auf Friedhöfen

 

auf ihre Webseite gestellt.

 

 

Hier der Link zu ihrem Vortrag:

 

https://www.naturbilderdagmarpaysen.de/index.php/neuigkeiten.html

 

 

 

 

            © Birgit CHRISTOPHERSEN

 

Nicht nur mit Zieräpfeln (unten) sondern auch mit Hagebutten (oben) kann man im eigenen Garten für Wacholderdrosseln etwas tun, zeigt dieses Bild von Birgit Christophersen vom 10.2.2021.

 

© Gerhard Schlaber

04 Februar 2021 : „Seit drei Tagen wird der Zierapfelbaum in unserem Garten von einem Schwarm Wachholderdrosseln (ca.80 Vögel) regelrecht geplündert.“ Schreibt Gerhard Schlaber.

 

Wer keinen Apfelbaum hat, kann an schneereichen Tagen, wie gegenwärtig, Apfelstücke in den Garten legen oder aufgespießte Äpfel aufhängen. Neben Wacholderdrosseln und Amseln zeigen an Äpfeln eventuell auch Rotkehlchen, Heckenbraunellen und angeblich auch Teichhühner Interesse.

 

© Gerhard Schlaber

Dieses dramatisches Porträt eines Sperbers mit Jagdglück gelang ebenso wie das untere Foto Gerhard Schlaber in einem Garten in Engelsby.

Siehe dazu  auch "Beobachtungen (Raum Fl)" Samstag, 30 Januar 2021

 

© Gerhard Schlaber

 

An einem Gartenteich in Engelsby.

 

©Daniel Buschmann

Der Waldkauz in Adelby am 17.1.2021

©Daniel Buschmann

Wollen diese Graureiher im Volkspark (2.1.2021 siehe dazu auch "Beobachtungen (Raum Fl))" brüten?

Birgit Christophersen hat in der Siedlung Sophienhof am 20.11.2020 diesen Eisvogel beobachtet

Beim European Birdwatch, 3.10.2020 siehe "Beobachtungen (Raum Fl)", des NABU-Flensburg in Holnis konnten die Teilnehmer diesen wenig wasserscheuen Fuchs beobachten. Die Graugänse schien er weniger zu verwundern als den 

Höckerschwan, der doch etwas beunruhigt wirkte.

 

© Rainer Niss

Ein Fischadler am 31.8.2020 in Glücksburg/Schausende.Bei diesem Versuch hatte er kein Glück. Vielleicht weil er beim Abflug etwas abrutschte  bekam er den Fisch, den er

wohl erspäht hatte, nicht zu packen.  Beim 3. Versuch - nach mehr als einer Stunde Ansitzzeit - klappte es dann aber.

 

Im Hauke-Haien-Koog waren jetzt im Juli 2020 im Anschluss an die starken Westwinde seltene Limikolen zu beobachten. Dagmar Paysen konnte dort am 12.7.2020 Graubrust- und Weißbürzelstrandläufer fotografieren. DasBild zeigt den Graubruststrandläufer mit gelbbrauner Schnabelbasis und deutlich abgesetzter Brustzeichnung. Mehr dazu auf ihrer Webseite naturbilderdagmarpaysen.de

 

© Rainer Niss

Auf der NABU-Bachwiese haben am Schuppen im Sommer 2020 Gartenrotschwänze gebrütet. Die Jungen sieht man immer wieder auf Insektenjagd durch die Wiese fliegen. Pfähle und Stöcke mit denen wir Pflanzungen markiert haben benutzen sie als Jagdwarte.

 

Im Beltringharder Koog, den ja viele Flensburger Vogelfreunde regelmäßig aufsuchen, beobachtete Dagmar Paysen am 5.7.2020 3 adulte Rothalsgänse. Sie schreibt dazu: “Ich fand diese schönen Gänse überraschend klein, vor allem im Vergleich zu den Graugänsen, mit denen sie vergesellschaftet waren. Sie trugen Ringe, sind also möglicherweise Gefangenschaftsflüchtlinge. Mehr Bilder auf meiner Seite (naturbilderdagmarpaysen.de), auch ein Film.“

 

Dieses gestochen scharfe Bild eines immaturen Schlangenadlers glückte Dagmar Paysen im Juni 2020 im Wilden Moor bei Rendsburg. Also nicht mehr gerade in der Nähe von Flensburg in der aber Anfang Juni auch ein Schlangenadler beobachtet werden konnte.Dagmar Paysen schrieb zu ihrem Bild am 22.6.2020: “Seit einer Woche hält sich im Wilden Moor Rendsburg ein immaturer Schlangenadler auf, der sehr gut zu beobachten ist. Obwohl er sich hauptsächlich für die im Gebiet reichlich vorkommenden Schlangen interessiert, wird er von den dort brütenden Sturmmöwen heftig attackiert.“

 

©Birgit Christophersen

 

Am 10.6.2020 konnte Birgit Christophersen diesen Schwarzstorch in Flensburg beobachten. Kein alltäglicher Anblick! Siehe dazu auch Beobachtungen Raum Flensburg.